Über mich
Das bin ich.
Reinhard Fritz. Vom Schmied über die IT zur Geographie – und heute zur Souveränitätsberatung. Überforderung, fehlende Grenzen und innere Abhängigkeit kenne ich nicht aus Büchern. Ich kenne sie aus meinem eigenen Leben.
Mein Weg
Vom Funktionieren zurück zu mir
Ich hatte mehrere Burnouts. Sie haben mir gezeigt, was passiert, wenn man die eigenen Grenzen zu lange übergeht. Lange habe ich meine Bedürfnisse kaum wahrgenommen. Sie ernst zu nehmen oder gegenüber anderen zu vertreten, fiel mir noch schwerer.
Auch Abhängigkeit und Suchtanfälligkeit gehören zu meiner Geschichte. Wenn der Kontakt zu sich selbst verloren geht, sucht man Halt im Außen. Das ging mir genauso. Eine schnelle Lösung gab es nicht. Es wurden Jahre, in denen ich mich intensiv mit mir selbst auseinandergesetzt habe.
Ich habe mich mit Psychologie und Philosophie beschäftigt, meine Muster hinterfragt und gelernt, mich genauer zu beobachten. Im Geografiestudium bin ich indigenen Kulturen und anderen Weltbildern begegnet. Dort habe ich verstanden, dass vieles, was selbstverständlich wirkt, nur erlernt ist. Und was erlernt ist, lässt sich auch ändern.
Schritt für Schritt habe ich gelernt, meine Bedürfnisse zu erkennen, Grenzen zu setzen und Entscheidungen aus mir selbst heraus zu treffen. Das gebe ich heute weiter. Über den Dingen stehe ich dabei nicht. Ich bin diese Wege selbst gegangen.
Souveränität heißt für mich nicht, immer stark zu sein. Sie fängt da an, wo ich ehrlich hinschaue, was in mir los ist, und die Richtung wieder selbst bestimme.
Ungewöhnlicher Weg
Vom Schmied zum Souveränitätsberater
Angefangen habe ich in der Schmiede. Ein Beruf, in dem nichts schöngeredet wird: Entweder das Werkstück hält, oder es hält nicht. Diese Ehrlichkeit habe ich nie verlernt.
Danach kam der erste Bruch mit dem vorgezeichneten Weg. Aus der Werkstatt wurde ein Serverraum, aus dem Serverraum später ein Hörsaal. Handwerk, IT, Geographie, Gesellschaftswissenschaft – kein gerader Lebenslauf, sondern einer mit Kanten.
Genau diese Kanten sind der Punkt: Ich habe mehrfach erlebt, dass man einen Weg verlassen kann, der eigentlich schon feststand. Nicht als Bruch um des Bruchs willen, sondern weil ich irgendwann gemerkt habe, wessen Entscheidungen ich da eigentlich lebe.
Souveränität ist für mich deshalb kein Wohlfühlbegriff, sondern Handwerk. Man kann sie lernen, üben und Stück für Stück aufbauen.