Wer muss leisten, schützen oder sich opfern? In Deutschland erlaubt Art. 12a GG bis heute eine Wehrpflicht für Männer. Das ist ein konkretes Beispiel für geschlechtsspezifische Pflichten.
Junge Männer
brauchen Räume.
Räume, in denen sie Fragen stellen, Haltung entwickeln und ohne Abwertung darüber sprechen können, was Mannsein heute bedeutet.
Orientierung statt Schablone.
Jugendliche begegnen widersprüchlichen Erwartungen: stark, erfolgreich und unabhängig sein – gleichzeitig sensibel, respektvoll und beziehungsfähig. Oft fehlt ein geschützter Rahmen, in dem sie diese Spannungen offen bearbeiten können.
Die Workshops schaffen einen respektvollen Gesprächs- und Erfahrungsraum. Nicht gegen Mädchen oder Frauen, sondern für reflektierte, verantwortungsvolle und selbstbewusste junge Männer.
Welche Regeln wirken, ohne dass wir sie gewählt haben?
Junge Männer hören oft gleichzeitig: Sei stark, setz dich durch, verdiene Anerkennung – aber sei niemals bedürftig, unsicher oder überfordert. Solche Botschaften prägen Entscheidungen, Beziehungen und Selbstwert, lange bevor sie bewusst werden.
Wir betrachten Privilegien und Belastungen nicht als Punktestand zwischen den Geschlechtern. Wir fragen differenziert, wo Männer Vorteile haben und wo männliche Bedürfnisse, Verletzlichkeit oder Risiken weniger gesehen werden.
Wann wird Verantwortung zur Selbstunterdrückung? Jungen dürfen lernen, dass Fürsorge für andere und Fürsorge für sich selbst zusammengehören.
Warum fühlen sich Leistung, Status oder romantische Aufmerksamkeit manchmal wie ein Maß für den eigenen Wert an? Wir trennen Selbstwert von äußerer Bestätigung.
Dating und Intimität können für Geschlechter unterschiedliche Chancen und Risiken bringen. Wir besprechen Zurückweisung, Initiative, Zustimmung und Gegenseitigkeit ohne Anspruchsdenken.
Was junge Männer wirklich beschäftigt.
Die Schwerpunkte werden an Alter, Gruppe und Einrichtung angepasst. Methodisch wechseln sich Gespräch, Kleingruppen, Bewegung, Reflexion und konkrete Übungen ab.
Identität & Rollenbilder
Was bedeutet Mannsein für mich? Welche Bilder helfen – und welche engen ein?
Gefühle & Stärke
Emotionen wahrnehmen und ausdrücken, ohne sich schwach oder ausgeliefert zu fühlen.
Grenzen & Respekt
Eigene und fremde Grenzen erkennen, Zustimmung verstehen und klar kommunizieren.
Konflikte & Gewalt
Provokation, Gruppendruck und Aggression verstehen – und handlungsfähige Alternativen entwickeln.
Beziehung & Sexualität
Respektvolle Begegnung, Unsicherheit, Verantwortung und realistische Bilder jenseits von Social Media.
Zukunft & Verantwortung
Eigene Werte, Entscheidungen, Teamfähigkeit und eine persönliche Vorstellung vom Erwachsenwerden.
Ein Impuls oder ein echter Prozess.
Ein Projekttag kann etwas öffnen. Eine regelmäßige Gruppe kann Entwicklung begleiten. Gemeinsam wählen wir das Format, das zur Einrichtung und zu den Jugendlichen passt.
Workshop
90 Minuten bis 4 Stunden
- klarer Themenschwerpunkt
- für Schulklassen, Teams und Gruppen
- gut als Einstieg oder Ergänzung
Wöchentliche AG
8 bis 12 Termine
- feste Gruppe und verlässlicher Rahmen
- Vertiefung statt Einmalimpuls
- für Schulen und Jugendeinrichtungen
Projekttag
Ein kompletter Schultag
- abwechslungsreiche Module
- konkretes Gruppenthema
- optional mit Eltern-/Fachkräfteimpuls
Dort, wo junge Männer zusammenkommen.
Das Angebot richtet sich an Gruppen in Deutschland und kann vor Ort oder in geeigneten Teilen online stattfinden.
Passend zur Gruppe.
1. Vorgespräch: Ziel, Alter, Gruppendynamik, Schutzkonzept und Rahmen klären.
2. Konzept: Themen, Methoden, Dauer und Honorar transparent abstimmen.
3. Durchführung: Verbindlich, lebensnah und mit klaren Gesprächsregeln.
4. Rückmeldung: Auswertung mit der Ansprechperson – vertraulich und ohne persönliche Aussagen Einzelner offenzulegen.
Welches Format passt zu Ihrer Gruppe?
Schreiben Sie kurz: Einrichtung, Ort, Alter und Größe der Gruppe, gewünschter Zeitraum und aktuelles Thema. Danach klären wir die Möglichkeiten persönlich.